Bei einem Schwachstellenscan wird Ihr Produkt oder System vorrangig mittels automatisierten Testwerkzeugen untersucht. Netzwerke werden dann beispielsweise nach Servern durchsucht, auf denen Dienste mit bekannten Schwachstellen laufen, während bei Web-Applikationen unter anderem automatisiert speziell manipulierte Eingaben in Eingabefelder eingetragen werden.
Schwachstellenscans sind vergleichsweise günstig in der Durchführung, haben jedoch einige entscheidende Nachteile:
- Sie liefern eine hohe Anzahl an falsch-positiven Ergebnissen, die anschließend manuell überprüft werden müssen.
- Sie finden nur einfache Sicherheitslücken, die in einem Schritt ausgenutzt werden können.
- Sie können zahlreiche Arten von Sicherheitslücken überhaupt nicht finden.
Im Vergleich dazu wird Ihr Testobjekt im Rahmen eines Penetration Test immer individuell und manuell untersucht, wodurch auch Sicherheitslücken gefunden werden, die von Scannern nicht erkennbar sind. Schwachstellenscans bieten sich daher vorrangig als ergänzende Sicherheitsmaßnahme an, die Sie in regelmäßigen Abständen durchführen sollten. Dafür existieren auf dem Markt verschiedene etablierte und teilweise sogar kostenfreie Werkzeuge, sodass die Beauftragung eines Dienstleisters häufig gar nicht notwendig ist.
Die Ergebnisse eines Schwachstellenscans können jedoch eine gute Grundlage für die anschließende Durchführung eines Penetrationstests sein.